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Der Untergang des Abendlandes

EUR 14,95


Major though controversial philosophy of universal history - Spengler s two volumes, originally published in 1918 (with revised edition in 1923, vol.1) and 1922 (vol. 2), rank as a major, though controversial philosophy of universal history. The present edition has a new typesetting and a critical essay by Thomas Zwenger (vol. 2, pp. 677-727). The work still invites comment, and it must be said that its major chapter on religion misleadingly entitled Problems of Arabian Culture awaits critical evaluation even more than eighty years alter its original publication. It is based on Spengler s distinction between Faustfan and magical culture, with Islam, the final Synthesis of all Semitic religions, representing the realm of magic. Hopefully, this new edition will inspire scholars to take another look at what used to be a bestselling title during the author s lifetime (d. 1936). The editor and publisher are to be thanked for making the book available.

und es lässt einen doch wieder los. . . - Ja, Herr Spengler hat ein Mammutwerk geschrieben, das aus seiner Zeit betrachtet, visionär war und uns neue Erkenntnisse brachte.Doch bei allem Lob stolpere ich bei ihm immer wieder über Stellen, die dermaßen daneben sind, dass ich das Buch irgendwann zur Seite legte:Beispiele: Über Mann und Frau (S.961 ff.) Der Mann ... begreift die Kausalität, die Logik des Gewordenen nach Ursache und Wirkung. Das Weib aber ist Schicksal, ist Zeit... Eben deshalb bleibt ihm (dem Weib) das Kausalprinzip ewig fremd. und weiter unten: Der Mann führt Schlachten ... Das Weib erringt seinen Sieg im Wochenbett. ... Deshalb verachtet das Weib diese andere Geschichte, die Politik des Mannes, die sie nie versteht, von der sie nur weiß, dass sie ihr die Söhne raubt.Auch wenn das Zitat aus dem Zusammenhang gerissen ist, zeigt es ein Frauenbild was exemplarisch ist für die dogmatische Argumentation des Herrn Spengler durch das ganze Buch hinweg. Alles ist einfach so, weil er irgendwelche Zusammenhänge sieht und andere ignoriert, so kann er über das Wesen von Millionen Menschen mit einem Satz urteilen, Geschichte nach seinem Gutdünken nochmal völlig re- und weginterpretieren, völlig undifferenziert, ohne kritische Abgrenzung zur Realität. Die Macht der Halbwahrheit ist hier sehr deutlich zu spüren, denn man muss sich im wahrsten Sinne des Wortes aus seinem Bann lösen, Abstand zu seinen Thesen gewinnen.Irgendwann auf diesen 1200 Seiten wird man dieser Art der Weltvereinfachung einfach überdrüssig, kann nicht mehr von Dingen lesen, die offensichtlich aus massiv tendenziöser Überinterpretation von Fakten im Lichte einer einzigen, der Spenglerschen, Wahrheit so zurechtgebogen wurden.Wer also auch die Einseitigkeit dieser Argumentation nicht mag, den kann ich beruhigen: Man muss Herrn Spengler nicht gelesen haben, um sich Gedanken über den Untergang oder Fortbestand des Abendlandes zu machen.

Fels in der Brandung - Das ist der Untergang des Abendlandes pflegte meine Oma zu sagen, wenn im Fernsehen Berichte über die Achtundsechziger - die heutige Politikergeneration - erschienen. Der Titel von Spenglers Buch ist zu einem geflügelten Wort geworden, das den Bekanntheitsgrad seines Werkes bei weitem übertrifft. Schade eigentlich, dass Spengler heute überwiegend negativ beurteilt wird. Er hat den Versuch einer umfassenden vergleichenden Geschichtsbetrachtung unternommen, allein dieser Selbstanspruch macht ihn schon lesenswert. So oder so, historische Analysen sind immer relativ und Ansichtssache. Woran jedoch der Wert eines Historikers gemessen werden kann, ist seine Fähigkeit, auf Grund seiner Betrachtungen der Vergangenheit eine zutreffende Analyse der Gegenwart und eine Prognose für die Zukunft erstellen zu können. Und dies kann Spengler brillant. Generationen von Kritikern und Abschriftstellern haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Schwächen seiner morphologischen Betrachtungsweise herauszustellen. Doch letzten Endes können sie nicht an der Tatsache vorbei, dass Spengler in seiner Vorhersage Recht behalten hat. Die von ihm so genannte Fellachenkultur als Zukunftsbild der aufgeklärten Gesellschaft ist tatsächlich eingetroffen - und wir sind Teil von ihr. Vielleicht ist dies der Grund, warum Spengler immer wieder angegriffen wird? Aus der Vielzahl historischer Werke ist Der Untergang des Abendlandes wie ein Fels, dem auch der schmutzige Wind politisch verzerrter Urteile nichts anhaben kann. Absolut lesenswert und eine gute Alternative zur Bundeszentrale für politische Bildung.

Ein gigantisches Werk und Zeugnis echter denkerischer Kraft - Wie sehr Oswald Spengler für mich zu den Hellsichtigen, ja Propheten zählt, messe ich allein an der Tatsache, dass seit dem Erscheinen dieses Werkes kein deutscher Historiker auch nur annähernd ähnlich brilliant auftrat. Weder im Denken noch in der Sprache, kann diesem Giganten einer von ihnen das Wasser reichen. International betrachtet verhält es sich ebenso. Das Werk Samuel Huntingtons -Kampf der Kulturen- zeigt, wie tief und selbstverständlich das Werk Spenglers in der globalen Denkerklasse rezipiert wurde und wird.Ein in Deutschland vehement verleugneter Autor, von den mediokren Lehrplan-Technokraten für Höhere Schulen totgeschwiegen, vom Mittelmaß in der Wissenschaft beständig geschmäht: dies ist auch eine Bestätigung von Spenglers Aussagen, dass der Westen, die abendländische Kultur (die Faustische, wie er sie nennt) auf abschüssigem Gelände operiert. Wo wahre Größe fehlt, da satteln die Pygmäen ihre Ponys. Immer wieder widmet er sich den Sitzdenkern, wie er sie nennt, den Akademikern, die die Geschichte der Menschheit auf einem Zeitstrahl herauf und herunter fahren sehen - wie die rote Flüssigkeit in einem Thermoterglas.Spenglers Morphologie der Weltgeschichte führt die Sitzdenker ad absurdum. Das haben sie ihm schon vor rund neunzig Jahren nie verziehen. Oswald Spenglers Werke (lesenwerter Einstieg in sein Denken: Der Mensch und die Technik, ein 80-Seiten-Essay) fehlen in keiner Regierungs-Bibliothek. John F. Kennedy hat die Exemplare geordert, die noch heute in der Bibliothek im Weißen Haus stehen. Die dümmlichen Versuche, diesen Mann in die Nähe der Nationalsozialisten zu rücken, wollen nicht enden. Doch wen kümmerts denn? Hier haben wir einen Philosophen, verstorben 1936, den diese Gesellschaft (wieder)entdecken muss und wird. Es beruhigt im Grunde, was dort steht. Man ahnt dann wenigstens, wo die Reise hingeht, wo unsere Zivilisation enden wird. Wenn wir uns umblicken, wissen wir zugleich, dass der Prozess bereits im Gange ist. Das hat nichts mit Kulturpessimismus zu tun, das Wort ist viel zu klein für das, wofür uns Spengler die Augen öffnet.Vieles, was er vor neunzig Jahren verfasst hat, ist genau so eingetreten -ein Grund mehr für seine Neider und Verleumder sich aufzuregen und ihn mit kleinkarierten Kritiken zu überziehen.Ein Spengler-Zitat: Das Gegenteil von vornehm ist nicht arm, sondern gemein.Kaufen Sie dieses Werk, es wird Sie nie mehr los lassen!

GELEBTE WAHRHEIT - Ein alter Schinken aus der Weltkriegszeit verkündet den Untergang seiner eigenen Kultur, wird anfangs bejubelt, später belächelt und bald darauf zum philosophischen Sondermüll erklärt. Schwarzmalerei. Analogie-Naivität. Herrisches Vokabular. Die Kunst des Totsagens kann so einfach sein.Dennoch empfehle ich dieses Buch als Genußmittel. Wer auf der Suche nach einer Geschichtsphilosophie ist und sich vor allem für die Wahrheit interessiert, tut gut daran, sich über die Unzulänglichkeiten Spenglers zu beklagen und es dabei zu belassen, wer jedoch eine weitere Quelle der Inspiration aufstöbern will, sollte seine Wünschelrute bei Seite legen und hier mit beiden Händen schöpfen. Der vielbeschworene Kulturpessimismus kann dem Autor nur von Leuten vorgeworfen werden, die von seinem Werk lediglich den Titel kennen. Spenglers Empfinden für epochale Mentalitäten, Weltbilder und Zeitgeister zeugt von einem tiefen Verständnis des Fremden und gerät zeitweilig sogar zur Schwärmerei, auf jeden Fall aber sollte diese Arbeit als ungeheure Pionierleistung gewürdigt werden. Spengler erzählt die Geschichte der Wahrheit und meint damit die gelebte Wahrheit innerhalb verschiedener Kulturen. Die ganze Erfahrung des In-der-Welt-Seins, die Innerlichkeit mit der man Religion und das Wissen um die Welt erlebt, die jeweilige Mentalität mit ihren emotionalen und kognitiven Fesseln, all das bezeichnet Spengler mit dem schönen Wort Seele. Eine kulturgebundene Seele kann der Vergangenheit angehören und dennoch wahr sein, in dem Sinne wie auch die moderne Mathematik lehrt, daß durchaus mehrere in sich stimmige Axiom-Systeme unabhängig voneinander existieren können. Der ehemalige Mathematiklehrer Spengler betont dementsprechend die Bedeutung - nicht etwa der Mathematik - sondern des mathemathischen Denkens als ein Paradebeispiel für grundsätzliche kulturelle Unterschiede. Spengler unterscheidet acht große Kulturkreise - etwa die apollinische, magische oder faustische Kultur - und findet deren authentischen Ausdruck unter anderem in Architektur & Kunst, Literatur & Sprache, Philosophie & Wissenschaft und interessanterweise auch im Geschichtsdenken. Als Kulturphilosoph entwirft der Autor erhellende, zum Teil strahlende Interpretationen menschlichen Wirkens. Selbstbewußt bewegt sich Spengler auch auf dünnem Eis, und mitunter möchte man meinen, er versuche übers Wasser zu laufen. Die Kritiker haben es leicht. Aber es handelt sich hier um eines der letzten großen Gemälde der Geschichtsphilosophie und solcher Art Kunstwerke ist nicht mit wahr oder falsch beizukommen. Für den einen oder anderen besitzt ein kühner Gedanke, der sich als falsch herausstellt, durchaus seine Berechtigung.




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